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Entwicklung und Marketing von seniorengerechten Produkten

 DEV-Neujahrsempfang 2015 

natürlich haben wir mit köstlichem Sekt des Hauses KUPINO auf unseren DEV angestoßen, auf dass uns die richtigen Ideen einfallen und wir erfolgreiche Kontakte bei der Vermarktung unserer Erfindungen in diesem Jahr 2015 knüpfen. Das wünschen wir auch allen unseren Freunden, Mitgliedern und Unterstützern des DEV. Besonders gefreut haben wir uns, dass Herr Joachim Bader und seine Frau uns mit ihrem Besuch geehrt haben, trotz seiner vielen Verpflichtungen als Präsident des europäischen Erfinderverbandes AEI. Gekrönt wurde der Abend durch das Referat von Dr. Oliver Hettmer zu dem Thema:   

Zielgruppe „Ü60“ – Entwicklung und Marketing von seniorengerechten Produkten 

Unser Referent, Gründer und Leiter des Steinbeis-Transferzentrums Winnenden mit Managementseminaren & Mittelstandsberatung (STZM) hat es verstanden, in 38 Folien die ganze Breite dieses für Deutschland und die Welt so wichtigen Themas mit uns durchzuarbeiten. Die Fragen und die anschließende offene Diskussion zeigten, wie neu und mitreißend seine Thesen und Vorschläge für uns Erfinder von Stuttgart waren. Ja, wir leben in einer neuen Ära der postindustriellen Gesellschaft. „War die Industriegesellschaft eine güterproduzierende, so ist die nachindustrielle Gesellschaft eine Informationsgesellschaft“ (Zitat von Bell). 

 

Umso wichtiger waren für uns die Informationen, die uns Dr. Oliver Hettmer über die Entwicklung und das Marketing von seniorengerechten Produkten vermittelte. Ursache ist der demografische Wandel. So werden zum Beispiel aus gegenwärtig ca. 4 Mio. „Ü80“-jährigen im Jahr 2050 10 Mio. Eine hohe Pro-Kopf-Kaufkraft von Senioren, das Anwachsen des Konsumentenanteils der „Ü50“-jährigen von 52% im Jahr 2005 auf 58% im Jahr 2035 (lt. Roland Berger) macht diese Konsumentengruppe auch für Erfinder extrem interessant. Das haben die Japaner schon vor uns begriffen: Beispiel ist der Treppenlift Access von Thyssen für den Standort Japan.

 

Das gilt für Senioren-Handys genauso wie für Senioren-Dreiräder, Waschmaschinen und Fernbedienungen. 

 

Die TU Berlin forscht mit ihrer Senior Research Group   auf dem Gebiet „Senioren testen Technik“. Das reicht jedoch nach Meinung von Dr. Oliver Hettmer nicht aus. Zitat: „Die Entwicklungsabteilungen der Unternehmen sollten nicht nur reine Seniorenprodukte generieren, sondern im Sinne des Universal Designs generationen- und somit auch seniorengerechte Produkte hervorbringen, die für alle Nutzer geeignet sind“. So wie ein Produkt unseres Stuttgarter DEV Mitglieds Robin Weidner mit seiner mobilen Aufstehhilfe HEBIX .  

 

Bei der Marketingkommunikation muss die Wortwahl angepasst werden. Unser Referent nannte zahlreiche Beispiele von extremen Fehlgriffen, teilweise lustig, teilweise aber auch diskriminierend, was in unserem Auditorium für zahlreiche Diskussion sorgte. Selbst die Distribution sollte seniorengerecht gestaltet werden. Ein schönes Beispiel nannte unser Referent mit einem EDEKA Markt

 

Auch Produkte rund ums Wohnen für Senioren bieten zahlreiche Möglichkeiten für Erfinder. Das zeigt das fzi in Karlsruhe mit vielfältigen Körper- und Kleidungssensoren, Monitoren, Körperüberwachungsgeräten, intelligenter Medikamentenbox etc..  

 

Dr. Oliver Hettmer meint: „Wer sich solchen Perspektiven öffnet, das Potenzial der Zielgruppe „Ü60“ erkennt, sowie die Produktentwicklung und sein Marketing darauf ausrichtet, wird zu den Gewinnern des demografischen Wandels gehören“.  

 

Alle, die kompetente Beratung benötigen, hat unser Referent eingeladen, sich bei ihm entweder über Internet , E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , oder direkt in Winnenden zu melden. Er will auch schauen, ob er uns bei zukünftigen DEV Sektionstreffen wieder besuchen kann. Hiermit bedanken wir uns noch einmal ganz herzlich für den wirklich lohnenswerten Abend zu einem zukunftsträchtigen Thema.   

Spontan tat sich eine Gruppe von Stuttgarter Erfindern zusammen, die sich zu einem ersten Brainstorming treffen wollen. Wer will noch mitmachen ? 

 

Das Jahr 2015 wird „unser“ Jahr. 

 

Werner Ruppert, Sektionsleiter DEV Stuttgart 

 

Mit freundlichen Grüßen,  

 Werner Ruppert   



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